App-Idee der Woche: furiooo

Endlich ist es da, das neue iPhone 6s. Aber wieder hat man nach der Produktpräsentation das Gefühl „Schon echt gut, aber eher Evolution statt Revolution“. Dabei klingt der neue Claim doch so vielversprechend: „Alles, was sich geändert hat, ist alles.“ Schauen wir uns das mal an: Ok, bessere Kamera, wie jedes Jahr, ok, schnellerer Prozessor, weil Intel gerade fertig entwickelt hat, und jetzt kann man auch gleich das Case mitbestellen, gab es ja davor auch nicht. Oh, und außerdem hat Apple die größte Neuerung des iPhone 6 wieder rückgängig gemacht – Bendgate soll es jetzt dank steiferem Aluminium nicht mehr geben. Schade, hat leicht verbogen so gut in die Hosentasche gepasst. Aber da war noch was, richtig: 3D Touch, das Multi-Touch der nächsten Generation. Und das ist wirklich so. Wie der Name schon verrät, reagiert das Smartphone damit nicht mehr nur auf Bewegungen in zwei Dimensionen sondern auch auf Druck. Damit lässt sich dann schneller, effizienter und intuitiver durch das Menü navigieren. Shortcuts auf dem Home-Bildschirm, Vorschau in den Apps und vieles mehr. Hört sich wieder nur nach Evolution an? Nicht, wenn man das Ganze weiterdenkt. Die App-Entwickler stehen schon in den Startlöchern und basteln an neuen Anwendungen. Vielleicht auch an unserer App-Idee der Woche: furiooo.

Hier stellt Apple die 3D Touch Technologie auf dem neuen iPhone 6s vor:

 

So funktioniert furiooo

Der Name furiooo ist wie bei allen neuen, coolen, fancy Apps ein Neologismus mit obligatorischem Mehrfach-Vokal. In diesem Fall gepaart mit furious, zu Deutsch wütend. Die App erkennt dank der sensitiven Oberfläche in welchem Gemütszustand du dich befindest. Der speziell entwickelte furiooo-Algorithmus ermittelt Stimmungslagen von wütend und ungeduldig bis hin zu entspannt und müde. Mit der Zeit lernt er dich besser kennen und kann so Feinheiten, etwa ob du müde oder traurig bist, unterscheiden. Der große Vorteil für den Nutzer: Das Smartphone umsorgt einen in jeder Lebenslage mit genau dem, was man benötigt. Vorbei die Zeit, in der man selbst entscheiden musste, was man gerade will, oder noch schlimmer, Freunde und Familie um Rat fragte. Noch ist die Entwicklung am Anfang, aber schon heute kann furiooo mit reizvollen Features aufwarten.

furiooo überzeugt in 5 konkreten Anwendungsfällen:

  1. Die meisten Unfälle passieren gestressten, genervten und wütenden Autofahrern. Registriert das Handy, zum Beispiel nach einem anstrengenden Bürotag, dieses Muster durch ungeduldiges Drücken auf dem Display, warnt es dich mit einer Push-Nachricht: „Jetzt lieber nicht Auto Fahren – entspann dich.“ Wenn du dann trotzdem ins Auto steigst, spielt die App Entspannungsmusik, wie sie auch zur Zen Meditation verwendet wird.
  2. Ist dein Touch zu schwach, bist du zu müde. furiooo rät dir dann, dich auf’s Ohr zu hauen. Optional kannst du auch gleich den Link zur Sleep Cycle App schalten, die dich in Tiefschlafphasen ruhen lässt und so angenehmer weckt.
  3. Heute zu viel in die Tasten gehauen oder zu lange an den Fingernägel gekaut? Auch das erkennt die intelligente App und macht dir drei Termin-Vorschläge beim Maniküre-Studio deines Vertrauens.
  4. Blau kommunizieren war gestern. Die neue 3D Touch Technologie unterscheidet dein Touch-Verhalten im nüchternen und angetrunken Zustand und warnt dich vor besoffenen Mitternachts-Messages an Freund oder Freundin. Nie wieder verkatert aufwachen und diese kryptischen Beziehungs-Killer fürchten müssen.
  5. Feedback für Appentwickler: Ja heftiger man drückt, desto ungeduldiger ist der User. So können die Informatiker reagieren und die Benutzeroberfläche anpassen oder die Anwendung flüssiger gestalten.

In der BETA-Version soll sogar der pH-Wert der Haut gemessen werden. Die Rückschlüsse auf Stresslevel und Ernährung werden genau wie die darauf folgenden Tipps immer präziser. Self-Quantifying war gestern.

 

Bild: CalypsoCrystal über CC BY-ND 2.0

Track zum Text:

Post vom Müssiggang Magazin

Melde Dich jetzt für unseren Newsletter an

Dominik Kaufmann
Folge mir

Dominik Kaufmann

Dominik hat schon in Frankreich, Dubai, Japan und Baden-Württemberg gelebt. Weil er immer mittendrin statt nur dabei ist, schafft das Schreiben immer wieder Platz für wichtige statt dringende Gedanken. Deshalb liebt er das Müßiggang Magazin wie die Stuttgarter ihre Kehrwoche.
Dominik Kaufmann
Folge mir

Kommentar hinzufügen