Karriere? Lieber nicht. Ein Videointerview mit Alix Faßmann

Mit der Journalistenkarriere zwar erfolgreich, aber unglücklich und unfrei. Alix Faßmann kündigte ihren Job und wirbt seitdem für Karriereverweigerung.

Man könnte sagen: She has it all. Alix Faßmann hat Abi gemacht und anschließend eine Weile im Ausland gelebt. Nach dem Studienabschluss gewann sie einen Journalistenpreis, wurde als Redakteurin festangestellt, später bekam sie einen gut bezahlten Job in der Politik.

Trotzdem. Irgendwie fühlte sie sich ausgebeutet und erschöpft, gefangen in einem Hamsterrad. Typisch junge Leute? Für Alix war dieses Gefühl mehr als nur eine Laune. Sie kündigte ihren Job und machte sich auf eine Reise durch Italien, während der sie sich grundlegende Fragen zu ihrem Leben und Arbeiten stellte. Zurück in Berlin hatte Alix vorallem eine Mission: Karriereverweigerung.  Und dafür suchte sie Mitstreiter. Deshalb schrieb sie ihre Gedanken nieder und veröffentlichte Arbeit ist nicht unser Leben, eine Anleitung zur Karriereverweigerung.

Im Videointerview mit Knowing (wh)Y erklärt sie, was es bedeutet, seine Karriere zu verweigern, warum die junge Generation es manchmal schwerer hat als ihre Eltern, und warum wir uns verbünden müssen, um alte Männer von den Schalthebeln der Macht zu vertreiben.

Mittlerweile hat Alix zusammen mit weiteren Personen das Haus Bartleby – Zentrum zur Karriereverweigerung gegründet. Die Gruppe organisierte das Kapitalismustribunal und gibt anderen Menschen damit die Möglichkeit in Form eines inszenierten Prozesses, den Kapitalismus anzuklagen.

Der Artikel und das Videointerview sind ursprünglich auf Knowing wh(Y) erschienen.

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Bild: Madeleine Hofmann

Post vom Müssiggang Magazin

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Madeleine Hofmann

Madeleine Hofmann

Genau wie der Müßiggang hat auch die junge Generation ein Imageproblem. Geschimpfe und Vorurteile über die Jungen lenken von den wahren Ideen, Problemen und Bedürfnissen der Generationen X-Z ab. Gegen diesen Missstand kämpfte Madeleine schon in ihrer Online-Kolumne bei The European, „Die Jugend von heute“, und mittlerweile mit dem eigenen Magazin, Knowing (wh)Y.
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