Toyota und der IS – Wie wir das Image des japanischen Autoherstellers retten

Man kann zurzeit nur erahnen, was die PR-Manager im Toyota-Headquarter, das seinen Sitz passender Weise in der Stadt Toyota (Japan) hat, durchmachen müssen. In nahezu jedem Nachrichtenbeitrag über den Islamischen Staat sieht man ihn durch die Wüste rollen – den Toyota Hilux Pickup. Weltweit denken Menschen, wenn sie nach dem IS gefragt werden, an Gewalt, Hass, religiösen Fanatismus, verstörende „Rekruten-Anwerber-Videos“ und eben an den Toyota Hilux Pickup. In endlos lang scheinenden Autokorsos fahren die unschuldigen Geländewagen des japanischen Herstellers durch die Einöde. Auf ihren Ladeflächen wird der stolze Waffenreichtum des IS präsentiert.

Was macht man da? Wie versucht man das positive Familienautoimage aufrechtzuerhalten?

Wir denken da an ein Promovideo. Ein Video, in dem gezeigt wird, was man außer Trägerraketen und vermummten MG-Soldaten auf der Ladefläche des Toyota Hilux Pickups noch so alles transportieren kann. Entweder muss das, was da auf der Ladefläche des Toyotas liegen könnte, verdammt süß, verdammt traurig oder verdammt groß und schwer sein. Im Idealfall ist es natürlich alles zugleich. Wir haben schon mal für unseren Pitch gebrainstormed:

Diese Dinge könnten wir stattdessen mit einem Toyota Hilux Pickup transportieren

1) Spielende Katzenbabys

2) Das Ego von Sepp Blatter

3) Eine Hüpfburg

4) Einen Fiat Punto

5) Reiner Calmund

6) Einen Wickeltisch

7) Die neue Lego City Nasa Station

8) Der Thomanerchor, “We are the World” singend

9) Alle noch lebenden Koalabären

10) Das, was Helmut Schmidt sagt (denn das hat Gewicht).

11) Til Schweigers Nächstenliebe

12) Die Reinkarnation des Löwen Cecil

13) Buddha

14) Barack Oba…ähh Donald Trump

15) Die Europäische Union

16) Das Ensemble von „Die Anstalt“

17) Diese Minions

18) Die unveröffentlichte Folge „Als die Tiere den Wald verließen“

Liebe Toyota PR-Abteilung, ihr seid hilflos und uns fehlen die Gelder. Für ein kleines Budget wären wir dazu bereit, unsere kleinen Webcams, Go-Pros und Handykameras auszupacken und einen saftigen Werbespot zu drehen, der sich gewaschen hat.

Toyota, nichts ist unmöglich – auch nicht euer Imagewandel!

Bild: Youtube Screenshot

Track zum Text:

Post vom Müssiggang Magazin

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Torben Lehning

Torben Lehning

Torben braucht Aufmerksamkeit. Wenn er nicht gerade wildfremde Menschen in der U-Bahn anquatscht, ist er auf Open Stage-Bühnen oder in kruden Internetforen anzutreffen. Haltungen zeigen, Meinungen vertreten, Kommentarspalten bekriegen! „Einer muss es ja mal sagen!“ Und wer könnte die Zusammenhänge dieser Welt wohl besser erklären, als ein scharfsinniger Mittzwanziger aus Kassel, der irgendwas mit Medien studiert hat?
Torben Lehning