Twin Peaks ist zurück – In einem Musikvideo

Vor knapp einem Jahr schlugen die Fanherzen höher. Fast 25 Jahre nach der Erstausstrahlung der legendären Mystery-Serie Twin Peaks von David Lynch und Mark Frost sollte es tatsächlich eine Fortsetzung geben. Agent Cooper, Sheriff Harry S. Truman, Audrey Horne – alle sollten sie zurückkehren, in Originalbesetzung, 25 Jahre Später. Doch dann, als sich bereits der Nebel über Twin Peaks lichtete und der erste Cherry Pie über den Tresen des Double R Diner ging, der Schock: Der Fernsehsender Showtime und David Lynch können sich doch nicht auf ein Budget einigen und das Ganze drohte wieder in den Tiefen der Snoqualmie Falls unterzugehen. Dann jedoch Erleichterung: Nach langem hin und her, dem Hashtag #NoLynchNoPeaks und einem Aufruf der Darsteller, ohne Lynch die Serie nicht drehen zu wollen, einigten sich die Parteien zum Glück doch. 2017 kommt Twin Peaks also wirklich wieder mit – halten sie sich fest – 18 Folgen. Nun ist das aber noch über ein Jahr hin.

Für den ungeduldigen Twin Peaks Fan:

Für alle, die es nicht mehr aushalten, bringt die Berliner Band Osta Love Twin Peaks schon jetzt zurück auf die Bildschirme. Das Musikvideo zu dem Titelsong ihres neuen Albums The Isles of Dogs ist eine beeindruckende und detailverliebte Hommage an eine der wahrscheinlich meistdiskutierten Szenen der Seriengeschichte: Die Traumsequenz von Agent Cooper, der Red Room. Der FBI Agent als Chor, eine maßstabsgetreue Laura Palmer, inklusive ihrem mysteriösen Zeigefinger, und eine frei interpretierte Log Lady – Die Jungs haben sichtlich keine Kosten und Mühen gescheut dem echten Twin Peaks Fan die Tränen der Nostalgie in die Augen zu treiben. Aber sorry, Osta Love, auch wenn das echt ein cooler Song ist: die eigentlichen Stars sind der rote Vorhang und das schwarzweiße Bodenmuster. Ich habe zwar wenig Ahnung von Progressive Rock, dafür um so mehr von Serien. Mein Fazit: Ein Muss für jeden Twin Peaks Fan, der wissen möchte, wie das Ganze in HD aussehen könnte.

 

Post vom Müssiggang Magazin

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Gerrit Seebald

Gerrit ist erst 26 und hat schon als Praktikant bei der deutschen Botschaft in Vanuatu gearbeitet. Seitdem er 20 ist, veröffentlicht er regelmäßig als freier Mitarbeiter Artikel bei verschiedenen Onlinemedien. Außerdem ist er hochschulpolitisch aktiv, weil er meint, genau dort sei der Ort, den Nahostkonflikt zu lösen. Wenn er groß ist, möchte er einmal Verteidigungsminister werden oder Politikern naive Fragen stellen.

…..NOT! Naja, vielleicht das mit dem Verteidigungsminister schon.
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