Warum Fußballer-Gehälter gerecht sind

Immer wieder wird über die Millionensaläre der Fußballprofis geschimpft. Financial Fairplay wird angemahnt, wenn Mittzwanziger Millionen im Monat verdienen. Der Müßige Gedanke der Woche kommt zu dem provozierenden Schluss, dass die Fußballer-Gehälter durchaus gerecht sind – und sogar einiges den Ottonormalgehältern voraushaben.

Schreiende Ungerechtigkeit?

Immer wieder dieses Gejammer: „Es kann doch nicht sein, dass ein 20-Jähriger zum Millionär wird“, „Als Bundeskanzlerin verdient man lange nicht so viel“ und „sogar als DAX-Manager gibt’s weniger auf dem Gehaltszettel“. Alles nachvollziehbar, aber in einer Gerechtigkeitsdimension ist das Salär der kickenden Zunft den meisten anderen voraus: Das Gehalt bemisst sich fast ausschließlich nach der im Beruf zu erbringenden Leistung. Kurzum, wer gut kicken kann, verdient viel. Talent, hartes Training und kaum Verletzungen sind die drei Voraussetzungen für das Traumgehalt. In anderen Berufen sieht das anders aus. Vitamin B fürs erste Praktikum, die richtige Uni für de Berufseinstieg, der passende Habitus bei den Gehaltsverhandlungen. Soziale und damit diskriminierende Mechanismen wirken sich aufs Gehalt aus – und bremsen soziale Mobilität.

Gerechter und härter?

Die Bundesliga ist da gerechter, aber auch härter. Wenn die Formkrise länger als ein Jahr dauert, ist Schluss mit lustig. Poitr Trochwski, Benny Laut und andere Ex Nationalspiele kennen auch den Weg nach unten. Generell gilt aber, wer spielen kann, verdient entsprechend seiner Leistung auf dem Platz. Egal welchen sozioökonomischen Verhältnissen der Spieler entwachsen ist. Egal welche Hautfarbe. Egal wie gut die Sprachkenntnisse. Egal welches Geschlecht. Mhh, Moment mal, da war doch was.

Bild: flickr // Jimmy Baikovicius // CC BY-SA 2.0

Halt. Noch nicht weiterlesen – hilf uns bitte zuerst!

War der Artikel unterhaltsam?
War der Artikel informativ?
Wie gefällt dir der Schreibstil?
Gib uns noch ein paar Worte mit.

Track zum Text:

 

Post vom Müssiggang Magazin

Melde Dich jetzt für unseren Newsletter an

Dominik Kaufmann
Folge mir

Dominik Kaufmann

Dominik hat schon in Frankreich, Dubai, Japan und Baden-Württemberg gelebt. Weil er immer mittendrin statt nur dabei ist, schafft das Schreiben immer wieder Platz für wichtige statt dringende Gedanken. Deshalb liebt er das Müßiggang Magazin wie die Stuttgarter ihre Kehrwoche.
Dominik Kaufmann
Folge mir

Kommentar hinzufügen